Fachgruppe Be-greifbare Interaktion
Ziele und Thema  
Mittwoch, März 5, 2008, 05:03 PM - Neues aus dem AK
Geschrieben von Administrator

Be-greifbare Interaktion in Gemischten Wirklichkeiten


Arbeitskreis im Fachbereich „Mensch-Computer-Interaktion“
in der Gesellschaft für Informatik



Der Absicht zur Gründung dieses AK ist Ergebnis der anregenden Vorträge und der intensiven und fruchtbaren Diskussionen auf dem Workshop „Mixed Realities und Be-greifbare Interfaces für Bildungsprozesse“ auf der GI-Jahrestagung 2007 in Bremen. Die 20-25 Teilnehmer/innen des Workshops sehen in dem Thema eine wichtige zukunftsträchtige Entwicklung der Informatik, die die Art der Interaktion mit IT und Digitalen Medien grundlegend verändern kann.
Der AK ist im Februar 2008 zum Zeitpunkt der internationalen TEI-Tagung in Bonn gegründet worden. Er trifft sich zweimal jährlich. Dazwischen trifft sich eine Gruppe von aktiven Mitgliedern zu einem Interimstreffen, wo Aktivitäten und AK-Treffen vorbereitet werden.
Mixed Reality/Gemischte Wirklichkeiten ist ein relativ neues Feld der Informatik mit noch sehr unterschiedlichen Vorstellungen darüber, worin die Mixtur von Wirklichkeiten bestehen könnte: Wie eng ist die Kopplung zwischen Realität und Virtualität? Auf welchem semantischen Niveau kann sie implementiert werden? Wie muss das Interaktions-Design aussehen?
Neuere Entwicklungen der Interfaces, wo Computer in unseren Alltagsgegenständen verschwinden, wo „intelligente“ Objekte unsere Umwelt bevölkern, wo der gesamte Körper und seine Bewegungen in der Interaktion mit Computerprogrammen eingesetzt werden – auch mit Begriffen wie „Tangible Interfaces“, „Greifbare Oberflächen“ oder „Embodied Interaction“ bezeichnet – Entwicklungen, wo virtuelle und physikalisch-stoffliche Realitäten sich in neuartiger Weise verbinden und vermischen, stellen neue Herausforderungen und Fragen nach der Gestaltung und Aneignung von IT und Digitalen Medien. Neue Potenziale können sich in verschiedenen Anwendungsbereichen entfalten, in Lern-. Arbeits-, Spiel-, in Lebenswelten.
Der AK setzt einen Schwerpunkt bei der Vermittlung neuer Interaktionsformen mit den spezifischen Bedingungen dieser Anwendungsgebiete. Er will das dort existierende Wissen für die Gestaltung und Einbettung neuer Interaktionsformen nutzen.
Der AK möchte Menschen miteinander ins Gespräch bringen, die interessiert und beschäftigt sind mit:

-dem Verständnis des Gebiets und seiner Grundlagen
-der Entwicklung von Methoden
-der Gestaltung Be-Greifbarer Interaktion
-der Mixed-Reality-Forschung
-der Umsetzung, Verbreitung und kulturellen Einbettung konkreter Systeme in diesem Bereich
-der empirischen Erforschung ihrer Wirkungen
-der Entwicklung theoretischer Konzepte
-der Diskussion philosophischer, psychologischer und pädagogischer Implikationen

Ziel des Arbeitskreises:
Der AK soll dazu beitragen, das Gebiet „Be-greifbare Interaktion in Gemischten Wirklichkeiten“ in den Anwendungen, in Forschung und Praxis, aufzubauen, zu fördern und zu verbreiten.
Ein Ziel des AK ist es, das Thema in Einrichtungen der Forschungsförderung und der Politik wie auch in der IT-Anwendungsentwicklung als bedeutsames Feld zu etablieren.

Vorhaben:
-Der AK kooperiert eng mit dem FB Informatik und Ausbildung sowie dem Fachbereich Informatik und Gesellschaft und thematisch verwandten Arbeitskreisen und Fachgruppen.
-Auf den Tagungen „Mensch und Computer“ des Fachbereichs MCI der GI sowie auf weiteren Tagungen der GI und anderer Veranstalter soll das Thema Be-greifbare Interaktionen sichtbar werden.
-Es werden werbewirksame Broschüren/Faltblätter zum Thema erstellt, die sich an eine breitere Öffentlichkeit richten.
-Mitglieder des AK treten – in Absprache mit der Fachbereichsleitung - mit Bildungsinstitutionen, Weiterbildungsträgern, Museen, Unternehmen usw. in Kontakt, um dort Vorträge über die neueren Entwicklungen im Bereich der Interfaces zu halten und deren Potenziale bekannt zu machen.
-Die Beteiligung und Vertretung auf internationalen Tagungen wie IDC (Interaction Design for Children), TEI (Tangible and Embedded Interaction) u.a. wird durch die AK-Mitglieder sicher gestellt.
-Der AK trifft sich 1-2 mal jährlich mit spezifischen thematischen Schwerpunkten.

Sprecher und Kontakt:
Prof. Dr. Jens Geelhaar, Interface Design, Fakultät Medien, Bauhaus-Universität Weimar,
jens.geelhaar [at] uni-weimar.de, ++49-3643-583805

Dipl.-Inform. Johann Habakuk Israel, Geschäftsfeld Virtuelle Produktentstehung, Fraunhofer IPK Berlin,
johann.habakuk.israel [at] ipk.fraunhofer.de, ++49-030-39006109

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