Formen und Inhalte des Subjekts

Ziel des theoretischen Teilprojekts „Formen und Inhalte des Subjekts“ ist es, eine begriffliche Interpretations- und Kontrastfolie für die empirischen Teilprojekte zu erarbeiten. Dazu werden selektiv Subjekttheorien vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart aufgearbeitet. Unter der Form des Subjekts wird dabei der erkenntnistheoretische Status des Subjekts verstanden und unter den Inhalten konkrete Bestimmungen, die sich etwas auf das Wirtschaftssubjekt, das moralisch-politische Subjekt oder das lernende Subjekt beziehen. Die Breite des Fokus auf das Subjekt macht es notwendig, über die „Heimatdisziplin“ des Subjekts – die Philosophie – hinaus einen interdisziplinären Blick auf die Sozialwissenschaften oder die Psychologie zu werfen.

Um den ideengeschichtlichen Zugang zu operationalisieren, werden die unterschiedlichen Subjekttheorien anhand einschlägiger Differenzpaare strukturiert.

Folgende Fragestellungen sind dabei forschungsleitend:

  1. Welche Vorstellungen über das Subjekt lassen sich philosophiegeschichtlich herleiten?
  2. Wie wurden bzw. werden diese Vorstellungen systematisch begründet?
  3. Welche Kombinationen zwischen Form und Inhalt unterschiedlicher Subjektvorstellungen sind denkbar oder historisch überliefert?
  4. Welche Konsequenzen für das je eigene Handeln und Denken können bei spezifischen Subjektkonstruktionen erwartet werden?

Leitung:
PD Dr. Raphael (Homepage)
Institut für Soziologie
Westfälische Wilhelms-Universität

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