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FabLabs als Lernumgebung und fĂŒr kreatives Handeln

Die neusten Fortschritte auf dem Gebiet der Photonik machen High-Tech-Maschinen allgemein zugĂ€nglich. Klassische, mechanisch orientierte Fertigung wird durch photonische Fertigungstechniken abgelöst, verbessert oder erweitert. Als eine Konsequenz derartiger postmoderner ProduktionsablĂ€ufe haben sich inzwischen weltweit Fabrication Laboratories (FabLabs) gebildet – ausgehend vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA). Im Zentrum stehen Technologien wie 3D-Drucker, Laser-Cutter und CNC-FrĂ€sen, die digitale Modelle in physikalisch-stoffliche 2D/3D-Objekte ĂŒberfĂŒhren und somit die Pro­duktionsketten erfahrbar machen. Diese Technologien bieten grundlegend neue Möglich­keiten zur kreativen Gestaltung von Produkten.

Im Projekt EduFab werden Prozesse mit FabLab-Technologien fĂŒr Kinder und Jugendliche erfahrbar. Die Entstehung eines digitalen Mo­dells geht von einem realen Objekt (durch 3D-Scanner, Programmierung oder Konstruk­tionssoftware) aus und das di­gitale Mo­dell wird in ein physi­kalisch-stoff­liches Artefakt ĂŒberfĂŒhrt (z. B. durch drucken, la­sern, etc.). Diese enge Ver­bindung ermöglicht es, „aus den Computer zu treten“ und die virtuellen Objekte ‘be-greifbar’ zu machen.

Das Projekt EduFab wird seit dem 1. November 2013 bis zum 31. Oktober 2015 vom BMBF gefördert.



Programmierte SchmuckstĂŒcke

Im Rahmen des Projekts EduFab haben am Girls’ Day 2014 elf SchĂŒlerinnen der Klassenstufen 7 und 8 KettenanhĂ€nger programmiert. Nach einer kurzen EinfĂŒhrung in Programmierung mit Processing entwarfen und programmierten die MĂ€dchen eigene Muster. Aus einfachen Befehlen, mit denen Linien, Rechtecke und Kreise oder Bögen gezeichnet werden können, wurden Sterne, ein Fischmuster, ein Herz und Buchstaben zusammengesetzt. Diese wurden im FabLab mit dem Lasercutter geschnitten und so hatte am Ende jede ihren KettenanhĂ€nger.

Die MĂ€dchen hatten nie zuvor programmiert und wenig Vorstellung davon, was Informatik ist. Mit dem Konzept ist es gelungen, sie schnell zu Erfolgserlebnissen zu fĂŒhren, was das Gelingen eines solchen Schnupperworkshops maßgeblich beeinflusst. Die Teilnehmerinnen wendeten ihre Mathematikkenntnisse an, indem sie viel mit Koordinaten herumrechneten. So fanden sie kreative Lösungen, indem sie Muster durch Aneinanderreihung einzelner Linien und Bögen erzeugten. Muster mit programmierten For-Schleifen zu generieren, fanden die ProgrammieranfĂ€ngerinnen hingegen weniger interessant.

Die entstandenen AnhĂ€nger und die positive RĂŒckmeldung der Teilnehmerinnen ĂŒber Fragebögen lassen darauf schließen, dass das Konzept geeignet ist, um einen Einblick in FabLab-Technologien und Programmierung zu geben. Das Konzept wird entsprechend der gemachten Erfahrungen in kleineren Details angepasst und zur Weitergabe veröffentlicht. Weitere Workshops dieser Art werden folgen.

 

fischmuster

 

Eine Anleitung zur DurchfĂŒhrung des Workshops finden Sie hier.